Interview

Thrice - Prime Club rockt!

Thrice

Prime Club rockt!

Hi I´m Dustin and I play the guitar. And hi I`m Teppei an I play the guitar.
Das waren die Worte mit denen sich unsere Interviewpartner von „Thrice“ vorstellten.

1. Jenny: 1998 hat sich Thrice gegründet und bereits auf privat Partys gespielt. Hättet Ihr
jemals mit so einem Erfolg gerechnet?
Dustin: Wir denke nicht das wir irgendwelche Pläne oder Hoffnungen hatten. Wir
wollten einfach nur spielen.
Jenny: Es war für euch am Anfang nur Spaß?
Dustin: Ja, genau.
Teppei: Wir hätten niemals damit gerechnet einmal dort zu stehen wo wir jetzt sind
Dustin: Wir haben schon in der ganzen Welt gespielt. Wir waren in Japan, Hawaii,
Australien, England, Finnland und Deutschland.

2. Jenny: 1999 seid ihr mit Ataris auf Tour gewesen, später mit Hot water music (2x) und
mit the Used. Welche Bands würdet Ihr jetzt gerne mit auf Tour nehmen?
Dustin: Wir haben bei dieser Tour „Vaux“ mit dabei.
Jenny: Und wen würdet ihr gerne noch als Support haben?
Dustin. Oh das ist eine kniffelige Frage. Da sind eine menge Bands.“the Bronx“ ,
„take a litle bit of angent down“. In den Staaten hatten wir „Muse“ dabei. Die sind hier

in Deutschland sehr bekannt, aber nicht in der USA.
3. Khadija: Ist es für euch ein Unterschied erst als Opener zu spielen und jetzt als
Headliner?
Dustin: Ja sicher. Es macht aber auch viel spaß als Opener zu spielen. Du hast nur 30
Minuten in denen du dich voll austoben kannst. Aber als Headliner kannst du
all die Songs spielen die ,die Leutehören wollen. Wie lieben beides. Wir
wollen nur spielen können. Das ist das wichtigste.

4. Jenny: Wie wichtig sind für euch Supportband? Jeweils aus eurer Sicht wenn Ihr als
Zuschauer und als Band auf einem Konzert se4id?
Dustin: Ich finde es immer interessant einen Support zu sehen. Das sind meistens die
lokalen Bands die noch nicht so bekannt sind.. Es ist einfach cooler mit
Supportband. Du kannst Freunde als Support sehen und alle kennen sich. Das ist wie ein großer Freundeskreis.

5. Jenny: Euer erstes Indie Lable Album heißt „Identy Crisis“. Der Titel klingt sehr
philosophisch, genau wie das zweite Album „Illusin of safety“. Wie kommt Ihr
immer auf solche Titel?
Dustin: Wie geben dieser philosophischen Titel weil unsere Platten in einigen Läden
stehen und wir zeigen wollen das wir als Band genau wissen was wir wollen und denken. Wir haben auch schon einen Titel für unser nächstes Album. Der Titel ist auch ziemlich „Strange“.

6. Khadija: Wie beschreibt ihr die Unterschiede von eurem ersten bis zum letzten
Album?
Dustin: Die Alben haben sich verändert. Das dritte Album hat mehr „vibes“ und in der
Melodie gibt es auch unterschiede. Es kamen mehr Instrumente im laufe der
Zeit dazu. Wir hatten ein Piano und unterschiedliche Gitarren zur Verfügung.
Die Themen um uns herum ,während wir die Alben schreiben, waren auch
unterschiedlich und haben uns in sofern mit beeinflusst.
Teppei: Wie versuchen uns von Album zu Album zu unterscheiden. Man will es
immer besser machen als das Album zuvor.

7. Jenny: Island Record produzierte „The artist in the ambulance“.Die deutsche Firma
Island Record ist pleite. Wie ist das bei euch?
Dustin/Teppei: Es gibt eigentlich nur drei große Lables. Das sind Universal, Warner
und Sony. Und gerade bei Universal gibt es so viele kleiner Unterlables wie
eben Island Records und die können sich eigentlich jede Woche verändern oder
pleite gehe. Das ist aber auch noch von Land zu Land verschieden. Bei uns in
der USA ist Island Records von Universal, ein großes Lable mit vielen Bands
unter Vertrag. Das ist alles sehr verwirrend wenn man das System nicht kennt.
Khadija: Hauptsache Ihr habt euren Frieden und könnt eure Musik machen.
Dustin/Teppei: Genau. Das ist das Wichtigste. Wir wollen nur Musik machen und
Platten aufnehmen.

8. Khadija: Was würdet ihr jetzt machen wenn ihr keine Musiker geworden wärt?
Dustin: Oh. Ich hätte meinen Highschool Abschluss gemacht und würde jetzt auf das
College gehen. Und wahrscheinlich Mediendesign studieren und nicht wissen
was ich will.
Teppei: Ich habe keine Ahnung. Vielleicht auch College. Aber ich weiß es echt nicht.
Auf jeden Fall trotzdem Musik machen.

9. Jenny: Ihr habt bereits in ganz Amerika getourt. Gibt es unterschiede zu der Ost und
West Küste oder der Nord und Süd Küste?
Dustin. Ja es gibt unterschiede. Aber nicht von Küste zu Küste. Der mittlere Westen
unterscheide sich ziemlich vom Rest des Landes. Die wenigen Leute die dort
auf unsere Konzerte kommen haben meistens einen langen anreise Weg. Sie
kommen wirklich nur um die Show zu sehen. Die Leute an der Ostküste wollen
dagegen Hardcore dancing. Die sind richtig brutal.
Teppei: Den größten Unterschied machen aber die Japaner. Als wir in Japan gespielt
haben sind die ca. 3.000 Gäste bei jedem Song richtig gut mit abgegangen,
aber sobald der Song vorbei war und keine Note mehr gespielt wurde, war es
Mucks-Mäuschen Still. Du konntest eine Stecknadel fallen hören. Als wir mit
dem nächsten Song wieder anfingen stieg das Publikum auch wieder mit ein.
Also immer ein Song gespielt und dann absolute Stille. Keiner hat geredet.
Das war irgendwie unheimlich aber auch respektvoll für uns.

10. Jenny: Was sind eure Ziele für diese Europa Tour?
Dustin+Teppei: Wir wollen diesmal in vielen Clubs spielen. Letztes mal waren wir auf
vielen großen Festivals. Jetzt kommen die Clubs.
Khadija: Was bevorzugt Ihr?
Dustin/Teppei: Die Clubs. Es ist zwar auf den Festival schön vor so viel
verschiedenen Menschen zu spielen die nicht nur wegen dir da sind,
aber in den Clubs ist es persönlicher. Du kannst nach der Show noch
mit den Leuten reden oder was trinken. Die Atmosphäre ist
gemütlicher.

11. Khadija: Ist es für euch wichtig eine Art politischen Einfluss durch die Musik zu
übermittelt?
Dustin: Du kannst durch deine Texte nicht wirklich etwas Verändern, du kannst einige
Leute zum nachdenken bewegen, aber du kannst das System nicht ändern. Für
mich ist es wichtig über einige Dinge, ob persönlich oder politisch zu sagen
was ich denke.
Khadija: Wir finden es toll das ihr von eurem Gewinn aus dem Plattenverkauf einen
gewissen Prozentsatz immer noch an Hilfe bedürftige Institutionen spendet.
Dustin+Teppei: Oh. Danke. Vielen Dank. Das ganze spornt uns an die nächste Platte
zu machen.

Also weiter so!!!



Zum Konzert:
Vaux spielten von 21:15 bis 21:50 und die Umbaupause bis 22:15 schien unendlich lang. Doch dann kamen endlich „Thrice“. Der ausverkaufte Prime Club begann schon bei den ersten Songs eine geladene Energie frei zusetzten wie ich es selten miterleben durfte. Es wurde gedived und gepoged was das Zeug hielt. Von der Musik war für jeden was dabei. Es wurden Songs vom ersten Album „Identy Crisis“ –„Phoenix ignition“ sowie vom zweiten Album „Illusin of safety”-" betrayal is a symptom", " deadbolt", " in red death" und "where idols once stood" gespielt und natürlich von dem aktuellen Album „the artist in the ambulance“ spielten sie " stare at the sun" und " under a killing moon". Und obwohl sich viele der frühen Fans „t&c“ von der „Identy Crisis“ gewünscht haben wurde es nicht gespielt. Statt dessen unterhielten uns „Thrice“ mit ihren frisch erworbenen deutsch Kenntnissen und fragten ob wir das Wort „Schnurrbart“ kennen? Das sich übrigens sehr lustig anhört wenn Amis das aussprechen .
Um 23:00 Uhr genau verließen Thrice die Bühne und kehrten kurz darauf für eine einzige Zugabe „ to awake avenge the dead“ von der „Illusion of safety“ zurück und gaben dem Publikum den Rest. Es wurden noch die letzten Drummsticks und andere Accessoires der Band an die noch „hungrige“ Menge verteilt.
Nass geschwitzt und guter Laune verließen dann auch die Letzten recht zügig den Prime Club und fuhren heim oder standen wahrscheinlich noch stunden lang an dem Tourbus um noch auf die Band zu warten.
Und wenn sie nicht gestorben sind dann stehen sie da noch heute.
Alles in allem ein sehr schöner und lustiger Abend der mir mal wieder gezeigt hat, egal welche Musikrichtung und welche Fans die verschiedenen Bands haben sind sie doch alle nett, witzig und kein Stück arrogant.

Ich bedanke mich hiermit noch bei Khadija und Nadine für die tolle Mitarbeit an diesem Bericht.

Jenny Wenz18.03.2004

Weitere Cd-Besprechungen und Stories
Thrice - The Alchemy Index: Vols. I & II - Fire & Water [Cd] Thrice - Thrice - neues Album im Oktober! [Neuigkeit] Thrice - Thrice - Details zum neuen Album! [Neuigkeit] Thrice [Tourdaten] Thrice - Wie heisst du? [Special] Thrice - Vheissu [Cd] Thrice - The Artist in the Ambulance [Cd]

Leserkommentare

Zu diesem Interview wurde noch kein Kommentar geschrieben.

  • Um einen Kommentar zu schreiben, musst du dich einloggen.

BIZARRE RADIO PRÄSENTIERT